Das Territorium

Im Herzen Kalabriens, wo die Meeresbrise des Golfs von Squillace mit der des Golfs von Sant'Eufemia zusammentrifft, werden die optimalen klimatischen Bedingungen geboren, die der Olivenbaum benötigt. Wir befinden uns in der sogenannten "Landenge von Catanzaro", der engsten Stelle in Kalabrien, an der sich die entgegengesetzten Golfe mit dem Wunsch, sich zu treffen, in das Territorium drängen. Mitten im großen Golf von Squillace entstanden seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. Die magna-griechischen und römischen Kolonien. Dem verdanken wir das Vorhandensein des aus Kleinasien importierten Olivenbaums in Kalabrien. Die enorme Entwicklung und Verbreitung dieser alten Ernte ist auf das gemäßigt-warme Klima zurückzuführen, das für das Mittelmeergebiet typisch ist und durch milde Winter, heiße und trockene Sommer gekennzeichnet ist. Eine konstante Windstärke und eine niedrige Luftfeuchtigkeit tragen zu einer besonders gesunden Luft bei. Die hohe Sonneneinstrahlung, akzentuiert durch die herrschende Mittagsexposition, ermöglicht auch eine intensive photosynthetische Aktivität und damit die perfekte Reifung der Steinfrüchte. Olivenbäume sind heute ein unverwechselbarer Bestandteil unserer Agrarlandschaft. Baumpflanzen, wahre Naturdenkmäler, passen sich den für unsere Region typischen undurchlässigen Böden an. In Borgia sind griechisch-römische Zeugnisse von nationaler Bedeutung erhalten geblieben: Der archäologische Park von Scolacium befindet sich auf einem leichten Hügel, der 200 m Luftlinie mit weißen Stränden und blaugrünen Tiefen zum Meer hin abfällt. Es umfasst ein weitläufiges Gebiet von 35 Hektar im Schatten eines üppigen jahrhundertealten Olivenhains. Das Gebiet des archäologischen Parks von Scolacium gehörte zu den Besitztümern der Familien der Barone von Mazza und davor der Familie Massara in Borgia, die hier eine Firma zur Gewinnung von Öl hatte. Der Park beherbergt auch ein interessantes Museum für Industriearchäologie: das Frantoio.

"Die erste elektrische Mühle in Kalabrien"